Wie kann echte Demokratie gelingen? Impressionen von der Berlin Agora am Samstag im Radialsystem

Bei strahlendem Sonnenschein diskutierten wir am vergangenen Samstag, den 6. August, auf der Terrasse im dritten Stock des Radialsystems mit Blick auf die Spree über folgende Fragen:

  • Wie wünschst Du Dir echte Demokratie und wo hast Du sie womöglich schon selbst erlebt?
  • Welche Fähigkeiten kannst Du einbringen?
  • Was braucht es noch, um echte Demokratie zu schaffen?

„Wir“ – das waren die Teilnehmer des World Cafés zum Thema „Echte Demokratie“ aus der Veranstaltungsreihe Berlin Agora, bei der engagierte Gruppen und Einzelpersonen zu Gesprächen über Berlin-nahe Themen einladen. Das Kulturhaus Radialsystem V stellt dazu in den Monaten bis zur Abgeordnetenhauswahl seine Terrasse kostenlos zur Verfügung.

Was echte Demokratie eigentlich ist oder was wir darunter verstehen, darüber gingen die Meinungen auseinander. Im World Café ging es aber nicht darum, sich dem Thema wissenschaftlich zu nähern oder eine gemeinsame Definition zu finden, sondern um den persönlichen Bezug der Menschen zum Thema und darum, wie ein besseres Miteinander gemeinsam gelingen kann. Aus den Gesprächen ergaben sich weitere Fragen:

  • Wie wollen wir leben?
  • Was kann ich selber tun, wie kann ich mich persönlich (anders als vorher) verhalten, um zu mehr Demokratie beizutragen?
  • Wie können wir unsere Fähigkeiten und Kräfte bündeln, um gemeinsam mehr zu erreichen, als jeder einzeln für sich?

Die Wellness-Trainerin und engagierte Prozessbegleiterin Martina Rudolph (rechts im Bild) moderierte die drei Runden gemeinsam mit der Supervisorin und Gruppenleiterin Bettina Lobenberg, unterstützt von dem Organisationsteam des Art of Hosting Netzwerkes und um Frauke Godat und dem Demokratie-Startup echo.

Die Diskussion ergab u.a., dass die Realisierung von Demokratie-Projekten neben Geld vor allem Fähigkeiten vieler Menschen erfordert – Organisation, Management, Kommunikation, Empathie, usw. Eine weitere Antwort auf die Frage, „was braucht es noch…?“ war: Öffentliche Räume, an denen Bürger sich treffen, ihre Wünsche und Ideen diskutieren und sie in politische Entscheidungsprozesse einbringen können. Hier geht das Radialsystem mit gutem Beispiel voran, und ich hoffe, dass diese großartige Initiative seine Fortsetzung und weitere Nachahmer findet.

Öffentliche Begegnungsräume zu entdecken, zu schaffen und/oder zu erhalten ist auch eines meiner Anliegen in meinem Projekt „Schöne Orte Netzwerk“. In der Gesamt-Diskussion im Anschluss an das World Café brachten Ingmar, Thorsten und Ilona Ansätze und Beispiele für öffentliche Räume als Kandidaten für Folgeveranstaltungen ein, und ich hoffe, dass wir diese in Zukunft aufgreifen werden. In der von Ingmar Redel, echo, moderierten Gesamtrunde ging es darum, wie die Ergebnisse aus dem World Café in konkrete Handlungen umgesetzt werden könnten, so dass die Impulse der Begegnungen nicht wie so oft „verpuffen“. Dazu wird echo die Ergebnisse des World Cafés über seine Plattform zur Verfügung stellen und ermöglichen, dass wir Teilnehmer, aber auch andere Interessenten aus allen Bereichen und Gegenden, die Gespräche weiterführen und in Handlungen umsetzen können. Tools zur Vernetzung und Handlungsunterstützung will echo auf seiner Plattform zur Verfügung stellen.

Ergebnisse

Franziska Benkert vom Radialsystem war mit der Kamera dabei und dokumentierte die Ergebnisse des World Cafés während der Abschlussrunde. Einige Aussagen gibt’s im Zusammenschnitt als Video (Quelle: Radialsystem):

 

Ein Bericht zu der Veranstaltung ist in der Berliner Tageszeitung taz erschienen.

Auch das Radialsystem selber berichtet auf seiner Seite Berlin-Agora Doku.

Learning by doing: practicing democracy at the Berlin Agora – Fraukes Artikel bei Future@School.

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